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Letzter Gottesdienst in Göppingen-Bartenbach

Am Mittwoch, 30. Juni 2010 fand in der neuapostolischen Kirchengemeinde Göppingen –Bartenbach der letzte Gottesdienst statt. Nach rund 54 Jahren als selbständige Gemeinde wird diese in die Nachbargemeinden Göppingen, Olgastr. 45 und Göppingen-Maitis integriert.

Die demographische Entwicklung unserer Zeit machte auch vor der Gemeinde Bartenbach nicht Halt, so dass sich die Kirchenleitung nach eingehendem Gedanken- und Meinungsaustausch mit den Mitgliedern entschloss, die Selbständigkeit der Gemeinde zum 1. Juli 2010 zu beenden. Das Kirchengebäude steht jetzt zum Verkauf an.
Zum Abschiedsgottesdienst, der vom Leiter des Kirchenbezirks, Dietmar Heim, durchgeführt wurde, hatte der Vorsteher der bisherigen Gemeinde, Herbert Ritter, auch die Nachbarn um das Kirchengebäude in der Raiffeisenstraße eingeladen und sie über die Veränderung informiert.

Dem Gottesdienst lag als Bibeltext 5. Mose 28;6 zugrunde: „Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang und bei deinem Ausgang“. Der Bezirksvorsteher bedankte sich bei den Gemeindemitgliedern und bei den derzeitigen und früheren Seelsorgern für die geleistete Arbeit und wünschte den Gläubigen auch in den neuen Gemeinden eine gute Weiterentwicklung.

Joachim Raff, stellvertretender Bezirksvorsteher, betonte in seinem Predigtbeitrag, dass trotz des Abschiedsschmerzes die Dankbarkeit über das Erlebte oben angestellt werden sollte. Gottes Segen in Form von göttlicher Begleitung möge auch in den Veränderungen erlebt werden.

Anschließend gab der Gemeindevorsteher, Herbert Ritter, einen Rückblick über die Entwicklung der Gemeinde Bartenbach von den Anfängen in Privathäusern über die Selbständigkeit im Jahre 1956, dem Fest des 50jährigen Jubiläums 2006 und besonderen Ereignissen bis in die Gegenwart. Herbert Ritter, der 19 Jahre der Gemeinde vorstand, erinnerte besonders an die 80er und 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts, als Bartenbach eine offene Gemeinde für Gottesdienste in italienischer, rumänischer, jugoslawischer und sogar vietnamesischer Sprache war. Der Dank des Vorstehers galt allen, die damals und heute an dieser Missionsaufgabe mitgewirkt haben.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch den Gemeindechor und einem Vokalensemble, das diesen denkwürdigen Abschiedsgottesdienst mit dem altirischen Segenswunsch beendete.

Unter den geladenen Gästen befanden sich auch Seelsorger, die früher die Gemeinde betreuten und bereits im Ruhestand sind. Einer von ihnen, Bezirksevangelist i.R. Artur Raff, machte nach dem Gottesdienst mit einigen humorvollen Episoden die Vergangenheit bei vielen älteren Gemeindmitgliedern wieder lebendig. Beim abschließenden Stehempfang konnte noch manche Erinnerung ausgetauscht werden.